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Allgemeines Die Massnahme begann für uns im Jahr 2000. Das Areal war bebaut mit mehrstöckigen Verwaltungsgebäuden der Deutschen Bahn, dem alten Kammertheater und dem Friedrich-List-Wirtschaftsgymnasium. Die historische Sandsteinfassade des Kammertheaters am Rondellplatz sollte erhalten bleiben und in den Neubau integriert werden. Die Schule musste vorab an anderer Stelle neu gebaut werden, bevor die alte abgerissen werden konnte.
Katastervermessung: als erstes mussten die Gründstücke vermessen werden, damit der Bauherr die notwendigen Flächen erwerben konnte.
Höhen und Bestandsvermessung: Um das gesamte Areal und in den Innenhöfen musste der Bestand exakt mit Lage und Höhe vermessen werden. Speziell die Gebäude, die nicht der Abrissbirne zum Opfer fallen sollten mussten genauestens eingemessen werden, um das neue Projekt exakt einpassen zu können. Selbst die Oberleitungen der Strassenbahn wurden erfasst, da diese an den Abbruchbebäuden befestigt waren. Bestehenbleibende Fassaden wurden mittels reflektorlosen Lasermessgeräten eingemessen.
Festpunktfeld Um die erforderlichen Genauigkeiten zu garantieren, musste um das gesamte Areal ein Festpunktfeld gemessen werden, das während der gesamten Bauphase Bestand haben sollte. Die Punkte wurden auf Betonfundamenten mit Messingplatten vermarkt. Dazu waren Genehmigungen verschiedener Ämter der Stadt Karlsruhe erforderlich, da die Punkte teilweise im Verkehrsraum lagen und dort jede Mengen an Kabeln und Leitungen liegen, die natürlich nicht beschädigt werden dürfen. Um höchste Genauigkeit zu erreichen, wurden die Messungen mittels GPS unter Mitwirkung des geodätischen Instituts der Universität Karlsruhe durchgeführt. Wir erreichten eine mittlere lagegenauigkeit der Punkte von 3mm.
Lageplan zum Baugesuch Für den Neubau der Schule und für das Einkaufszentum wurden Lagepläne zum Baugesuch mit den erforderlichen schriftlichen und zeichnerischen Teilen gefertigt. Dabei musste außer der Geometrie und der Grenzabstände der Gebäude auch alle baurechtlichen Aspekte geprüft werden.
Bauvermessung Zu Beginn der Baumaßnahmen mussten die Hauptachsen eingeschnitten werden. Die Schwierigkeit bestand darin, dass die alte Bausubstanz noch nicht abgerissen war, und zwischen den Achsanfangs- und Endpunkten, die fast 200m Abstand hatten, keine Sichtverbindung bestand. Hier kam uns das hochpräzise Festpunktfeld zu Gute, ohne das eine genaue Vermessung nicht möglich gewesen wäre.
Einmessung des Gebäudes für das Liegenschaftskataster Nach Fertigstellung ist noch die Einmessung des Gebäudes für das Liegenschaftskataster und die Schussvermarkung der Grenzpunkte erforderlich
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